Von der Wüste zur Oase

Die Fahrt war wirklich unglaublich heiss und ermüdend. Ich glaube, M hat das bemerkt und gar nciht mehr lange bei jeder Ecke gefragt:“Do you want to take a picture?“ er liess uns in Ruhe schlafen, eine halbwegs schmerzfreie Position einnehmend und machte an einem wirklich schönen Cafe mit uns Zwischenstopp, von wo aus man von der Terrasse eine wunderbare Aussicht auf eine gigantische Palmenpflanzung hatte. Aber an diesem Tag waren wir selbst zum Foto schiessen zu fertig. Wir fuhren durch ca. dreihundertzweiundsiebzig ausgetrocknete, flache Flusstäler (ued auf arabisch), dutzende Orte, in denen gerade souk (Wochenmarkt) war - mit dementsprechend interessanten Verkehrs - Menschen - Tier - und sämtlichen Dingen, die man sich vorstellen kann-Ansammlungen, aber wir waren ausgedörrt, zerschunden und zu müde, um noch viel aufnehmen zu können. Ausserdem fand Ms „chillige Saharamusik“ nach der 29 631sten Wiederholung nur noch genausoviel Gefallen wie ein ausgelutschter Kaugummi, also nichts, das uns noch irgendwie sonderlich naheging. Das beste an dieser langwierigen Etappe war, dass M die Geschwindigkeitsbeschränkungen relativ egal waren und wir diesesmal keinen Ärger mit den häufigen Polizeikontrollen hatten. Und so landeten wir dann auch nachmittags im Draatal, das WASSER! führte, weil die Schleusen des Reservoirs für die Landwirtschaft geöffnet wurden. Dieser Anblick eines Wüstenflusses ist wirklich überwältigend! Irgendwie wie zuhause und doch gaaanz anders. Jedenfalls ist das Draatal eine langgezogene Flussoase mit üppiger Vegetation und doch am Rande der Wüste, die Berge rundherum sind komplett kahl und die Hitze ist genau dieselbe wie bisher. Aber ich verstehe jetzt trotzdem das marrokanische Sprichwort: „Gott hat die Wüsten erschaffen, damit die Menschen sich an den Oasen erfreuen können!“ Jetzt hat uns das Leben wieder! Erst recht, als wir unsere extrem versteckte, kleine Unterkunft in einem Oasendorf ereichen: ein entzückendes zuhause auf zeit, mit französich-sprechender Leitung und mangels eigener ausreichender Kenntnisse vorprogammierter kleiner Missverständnisse, aber voller Liebe zum Detail und wirkichem Entgegenkommen (Eiswürfel aus Flaschenwasser!) und wunderschönen Innenhöfen mit vielen exotischen, herrlich blühenden Pflanzen und Brunnen und Pool (etwas verschmutzt, aber T: „in den Abtsdorfer See geh ich ja auch!&ldquo. So kann man die Hitze in den halbwegs erträglichen Abendstunden aushalten, sogar um den Mückenschutz haben sie sich Gedanken gemacht! Hallo, wir sind wieder voll da

 

19.6.14 23:30

Letzte Einträge: Über die Berge, Ans Meer, Unser Erholungstag, Unser letzter Tag, nach hause - zu hause

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